Inzinger Kirchenfeste im Jahreskreis

Mariä Lichtmess – 2. Februar

An Mariä Lichtmess werden in der Kirche die Kerzen geweiht, die im Laufe des Jahres gebraucht werden. Die Kerzen brennen nicht nur, weil sie stimmungsvoll sind. Sie erleuchten das Dunkel mit dem Glanz der Zuversicht. Mit jedem hellen Kerzenschein setzt Gott ein Zeichen: Ich bin da!

Das Brauchtum zu Mariä Lichtmess hat eine lange Tradition. Das älteste Fest der katholischen Kirche wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert: „40 Tage nach seiner Geburt wurde Jesus zum Tempel nach Jerusalem gebracht und geweiht. Er wurde „dargestellt“, deshalb wird Mariä Lichtmess auch die „Darstellung des Herrn“ genannt. Bei dieser Weihe, soll der Greis Simeon in Jesus den erwarteten Messias, den Retter Israels, erkannt haben.“ (Radio Bayern1, www.br.de)

Als das bäuerliche Leben den weltlichen Jahresreigen noch wesentlich prägte, war Mariä Lichtmess ein ganz im Alltag verankertes Fest. Langsam bereitete man sich auf die Arbeit des nahenden Frühlings und den Beginn des neuen Arbeitsjahres vor, Mägde und Knechte wurden ausbezahlt, zogen weiter, wurden abgeworben oder verblieben per Handschlagvertrag bei ihrem bisherigen Dienstgeber.

Dem bäuerlichen Rhythmus enthoben, bekam in unserer zeitgenössischen Welt das Fest Mariä Lichtmess im Alltag eine andere Geltung, die nicht minder bedeutsam ist: In Inzing wird das Fest traditionell im Fokus auf die zukünftigen Erstkommunionkinder und heuer auch der Firmlinge gefeiert. Indem diese Kinder und Jugendlichen einen neuen wichtigen Schritt in ihrem Leben als Gläubige gehen, bringen sie ihren Alltag, ihre Wahrnehmung der Welt, ihre neuen Erfahrungen und die Spannung des besonderen Neuen: „Was kommt da auf mich zu?“ – sie tragen ihr Licht mit ihrer Lichtmesskerze in die Kirche hinein. Zusammen mit den anderen Gläubigen, ihren Familien und FreundInnen, ziehen sie in einer Lichterprozession beginnend bei der Murkapelle in die Kirche ein und feiern dort die Heilige Messe.

Das Fest wurde 2024 am 3. Februar in dieser Tradition begangen. Nach der Messe und dem Blasiussegen boten die Firmlinge den Kirchgängern und Kirchgängerinnen noch einen Tee und selbstgebackenes Brot an. So lädt die Pfarre zum Verweilen ein und auch zum Plausch mit dem ein oder anderen Firmling oder Erstkommunionkind.

Text und Bild: Angela Pargger

Blasiussegen

Heiliger Blasius von Sebaste – 3. Februar

Vielerorts, so auch in Inzing, wird in der Tradition der Lichtmessfeiern nach der heiligen Messe noch der Blasiussegen gespendet. Der heilige Blasius von Sebaste zählt zu den 14 Nothelfern. Seine Fürsprache wird besonders bei Halskrankheiten angerufen, sein Gedenktag ist der 3. Februar.